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Deutsche Myasthenie Gesellschaft e.V.

Hilfe, Unterstützung & Austausch bei Myasthenia Gravis, Lambert-Eaton-Syndrom & Kongenitalen Myasthenie-Syndromen

03. November 2021 | Redaktion

Trauer um Gründungsmitglied Dr. Günther Wöhrle

Die DMG trauert um ihr Gründungsmitglied und langjährigen Vorsitzenden, Dr. Günther Wöhrle.
Er war ein Pionier und kontinuierlicher Planer und Macher beim Aufbau der Deutschen Myasthenie Gesellschaft: Am 24. Oktober 2021 ist unser Ehrenmitglied Dr. Günther Wöhrle im Alter von 73 Jahren verstorben.

Die Deutsche Myasthenie Gesellschaft e.V. (DMG) wurde am 18.04.1986 in Göppingen gegründet. Gründungsmitglieder waren Marianne und Günther Wöhrle, Ingeborg und Hermann Carle, Waltraud und Bernd Maier sowie Herr Rechtsanwalt Walter und Prof. Dr. Friedrich Schumm. Vier dieser Gründungsmitglieder waren selbst Myasthenie-Betroffene. Vorsitzender der Gesellschaft wurde für die ersten sieben Jahre Dr. Günther Wöhrle aus Ettlingen. Vorsitzender des Ärztlichen Beirates wurde Prof. Dr. Friedrich Schumm aus Göppingen. Im Dezember 1986 kam es in Karlsruhe-Rüppurr zu einem ersten regionalen Treffen mit etwa 25 MG-Patienten.

Im April 1987, d. h. ein Jahr nach Gründung des Vereins, erschien das erste Heft der inzwischen sehr bekannten und renommierten Mitglieder-Zeitschrift „DMG-AKTUELL“. Kurz danach, im Juni 1987, erfolgte die erste Mitglieder-Versammlung der Deutschen Myasthenie Gesellschaft, ebenfalls in Karlsruhe. Der Erfolg der Aufklärungs- und Pressearbeit war überwältigend: Die Mitgliederzahl stieg nach einem Jahr auf knapp 300, nach zwei Jahren auf über 600 Mitglieder.

Noch vor der Gründung der Mitgliederzeitschrift durch Dr. Günther Wöhrle erarbeitete dieser 1986 die ersten Infoschriften, Merkblätter, Notfallausweise und Poster zur Information für Myasthenie-Patienten. 1991 startete Dr. Wöhrle eine beeindruckende Hilfsaktion für die kroatische Myasthenie Gesellschaft, 1992 folgte ein Russland-Programm.
Dr. Wöhrle, der bei der Gründung und seinem Eintritt in die DMG die Mitgliedsnummer 1 erhielt, führte die Gesellschaft bis 1993 als 1. Vorsitzender und Pressereferent und war zugleich bis 1991 Ansprechpartner der Regionalgruppe Karlsruhe, die ihm besonders am Herzen lag. Seit Mai 2011 war er Ehrenmitglied der DMG.

Die Nachricht seines Todes hat uns tief betroffen gemacht. Seine Kompetenz und sein unermüdlicher langjähriger Einsatz für die Deutsche Myasthenie Gesellschaft und die Patienten erfüllen uns mit tiefer Dankbarkeit und bleiben in Erinnerung.

Unsere Gedanken sind bei ihm, seiner Lebensgefährtin Doris Glasbrenner, Kindern und Enkelkindern.

Der Vorstand

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