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Deutsche Myasthenie Gesellschaft e.V.

Hilfe, Unterstützung & Austausch bei Myasthenia Gravis, Lambert-Eaton-Syndrom & Kongenitalen Myasthenie-Syndromen

22. Oktober 2019 | Anna Lingenberg

Händewaschen schützt gegen Keime

(djd). In mehr als 80 Prozent der Fälle führt ihr Weg über unsere Hände: Keime werden durch direkte Berührungen übertragen oder indirekt über Kontaktflächen wie Türklinken und Smartphones. Der Alltag birgt also zigfache Gefahren, sich anzustecken - ob im öffentlichen Nahverkehr, im Büro oder in der Schule, beim Einkaufen oder bei Freunden. Doch es gibt keinen Grund zur Panik. Ein paar einfache Regeln zu beachten hilft, sich vor Keimen zu schützen. So sollte man sich mindestens 20 Sekunden Zeit beim Händewaschen nehmen, das reduziert die Zahl der Keime drastisch. Besonders gründlich sind die Zwischenräume der Finger sowie die Fingerkuppen und -nägel zu waschen. Danach die Hände abtrocknen - denn in feuchter Umgebung gedeihen Erreger am besten.

Illustratives Bild

Krankenhäuser als Beispiel für die Bedeutung der Handhygiene

Im Krankenhaus spielt Hygiene eine ganz besondere Rolle: Dort gehen Gesunde und Kranke tagtäglich ein und aus - und haben Keime im Gepäck. Gleichzeitig sind die Patienten in der Regel geschwächt und dadurch besonders empfänglich für Infektionen. Die Leitung und das gesamte Personal von Krankenhäusern sind deshalb für die Einhaltung hoher Hygienestandards verantwortlich, Desinfektionsspender befinden sich in allen Bereichen der Kliniken. “Ärzte und Pflegekräfte desinfizieren sich grundsätzlich nach jedem Patientenkontakt die Hände. Aber auch Besucher im Krankenhaus können zu einer möglichst keimfreien Umgebung beitragen, indem sie sich die Hände bei den dafür vorgesehenen Desinfektionsspendern reinigen”, erklärt Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW). Händewaschen sei das einfachste aber auch eines der effektivsten Mittel, um sich vor der Grippe und anderen Infektionskrankheiten zu schützen. Multiresistente Erreger, so Brink, könnten nicht zu 100 Prozent aus der Welt geschaffen werden - aber ein sachlicher, verantwortungsvoller Umgang mit ihnen schütze Mensch und Mitmensch.

Initiative gegen Keime: Geteiltes Wissen ist doppelte Sicherheit

Jeder Mensch kann dazu beitragen, sich und andere vor gefährlichen Keimen zu schützen. Die KGNW hat deshalb stellvertretend für 344 nordrhein-westfälische Krankenhäuser unter dem Motto “Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger” eine landesweite Hygiene-Initiative ins Leben gerufen, alle Informationen gibt es unter http://www.keine-keime.de. Sie soll Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher, aber auch die breite Öffentlichkeit für das Thema Keime sensibilisieren und über Hygiene-Maßnahmen aufklären, ganz nach dem Motto: Geteiltes Wissen ist doppelte Sicherheit.
Quelle: https://www.pressetreff.de

02. Mai 2019 | Redaktion

Facebook: Neue Gruppe für DMG-Mitglieder

Die Facebook-Seite der DMG hat einen neuen “Ableger” bekommen: Ab sofort können DMG-Mitglieder Teil einer geschlossenen Gruppe werden. In diesem geschlossenen Raum, der selbstverständlich ständig von den Administratoren der Seite kontrolliert wird, können Interessierte sich über ihre Erkrankung austauschen.

Respekt und Daten-Sensibilität

Wir bitten um respektvolle und freundliche Kommunikation und einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten. Wir behalten uns vor, einzelne Kommentare und gegebenenfalls auch Mitglieder der Gruppe zu entfernen, sollten wir zu der Einschätzung kommen, dass eine verantwortungsbewusste Umsetzung nicht gegeben ist.

Häufig basieren Kommentare in “Foren” auf persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen der Teilnehmer: Wir empfehlen daher dringend, diese Beiträge stets nur als Ratschlag einzuordnen. Sie ersetzen in keinem Fall die Rücksprache mit Ihrem behandelnden Neurologen. Die veröffentlichten Inhalte dürfen niemals als Ersatz für professionelle Beratung durch ausgewiesene Fachärzte angesehen werden. Stellen Sie keine eigenen Diagnosen an oder stellen gar Behandlungen um.

Mit einem Klick auf das Bild erreichen Sie die Mitglieder-Seite unseres Facebook-Auftrittes

24. September 2018 | Redaktion

Beeinträchtigt studieren: Licht und Schatten

  • „beeinträchtigt studieren – best2“: Neue Studie des Deutschen Studentenwerks (DSW) und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
  • 21.000 Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen von 153 Hochschulen nahmen teil
  • Erstmals Aussagen zum sozialen Miteinander
  • Beratungsangebote besser bekannt
  • Nachteilsausgleiche wirksam, aber zu wenig genutzt
  • Unterstützung der Familie von hoher Bedeutung
  • Mehr Unterstützung in der Studieneingangsphase notwendig

Berlin/Hannover, 24. September 2018. Zur Situation der 11 % Studierenden mit Behinderungen und chronischen Krankheiten legen das Deutsche Studentenwerk (DSW) und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) eine neue Studie vor. An der Online-Befragung „beeinträchtigt studieren – best2“ nahmen rund 21.000 Studierende mit Beein¬trächtigungen von 153 Hochschulen teil. Nach der Vorgängerstudie „best1“ aus dem Jahr 2011 ist dies die zweite bundesweite, repräsentative Befragung dieser Gruppe von Studierenden.

„Es gibt Licht und Schatten“, fasst DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep die wichtigsten Ergebnisse der Befragung zusammen.

Wie schon im Jahr 2011 geben neun von zehn Studierenden mit Beeinträchtigungen oder chronischen Erkrankungen an, dass sie beeinträchtigungsbedingte Schwierigkeiten im Studium haben, insbesondere durch die hohe Prüfungsdichte oder durch Anwesenheits- und Zeitvorgaben. Nachteilsausgleiche werden von drei Viertel der Nutzerinnen und Nutzer als hilfreich bewertet, sie werden aber nach wie vor zu selten genutzt. Nur 29 % der befragten Studierenden haben zumindest einmal einen Nachteilsausgleich beantragt. Studierende verzichten auf Nachteilsausgleiche, insbesondere weil sie ihre Rechte nicht kennen, Hemmungen haben oder eine „Sonderbehandlung“ ablehnen.

Die Angst vor Ablehnung und Stigmatisierung sowie negative Erfahrungen mit der Offenlegung ihrer Beeinträchtigung erschweren für viele beeinträchtigte Studierende die Kommunikation mit Lehrenden, Mitstudierenden und der Verwaltung.

Der Unterstützung durch das familiäre Umfeld, aber auch durch Ärztinnen und Ärzte, durch Therapeutinnen und Therapeuten oder durch Kommilitoninnen und Kommilitonen kommt eine sehr hohe Bedeutung für das Gelingen des Studiums zu. Für besonders wichtig erachten die Studierenden zudem eine bedarfsgerechte Unterstützung in der Studieneingangsphase.

Die spezifischen Beratungsangebote für Studierende mit Beeinträchtigungen in Hochschulen und Studenten- oder Studierendenwerken sind gegenüber der ersten Befragung im Jahr 2011 besser bekannt und werden häufiger genutzt. Trotz aller Schwierigkeiten: Vier von fünf beeinträchtigten Studierenden würden ihren Studiengang wiederwählen.

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep resümiert: „Wenn man die beiden Befragungen ‚best1‘ und ‚best2‘ vergleicht, stellt man fest: Noch immer behindern vielfältige Barrieren ein chancengleiches Studium. Leider funktionieren auch die Nachteilsausgleiche nicht überall und für alle gleich gut. Ich appelliere an die Hochschulen, Barrieren weiter abzubauen. Davon profitieren nämlich alle Studierenden.“ Postlep weiter: „best2 zeigt, wie dringend es ist, am Beginn des Studiums zielgerichtet zu informieren. Das Thema Nachteilsausgleich gehört in jede Erstsemester-Veranstaltung.“

Die Formen der studienrelevanten Beeinträchtigungen sind sehr vielfältig. Mehr als die Hälfte der beeinträchtigten Studierenden (53 %) hat eine psychische Erkrankung; das sind acht Prozentpunkte mehr als im Jahr 2011. 20 % haben eine chronisch-somatische Erkrankung, wie beispielsweise Rheuma, Multiple Sklerose oder Epilepsie, 10 % eine Sinnes- oder Bewegungsbeeinträchtigung, 4 % eine Teilleistungsstörung, wie etwa Legasthenie. 6 % der beeinträchtigten Studierenden nennen sonstige Beeinträchtigungen, und 7 % haben mehrere Beeinträchtigungen.

„Dank der hohen Beteiligungsbereitschaft von Studierenden mit Beeinträchtigung konnten wir umfassende Einblicke in ihre Studiensituation und Bedürfnisse gewinnen. Diese Ergebnisse können von der Hochschulpolitik und der Praxis genutzt werden, um die Rahmenbedingungen für Studierende mit Beeinträchtigung zu verbessern. Sie sind aber auch ein wichtiger Mosaikstein für die nationale Bildungsberichterstattung zur Erfüllung der Selbstverpflichtung, die bei der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention von Deutschland eingegangen wurde“, erläutert Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, die wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW.


Die Studie „best2“ zum Download (nicht barrierefrei, 8 MB):
http://www.best-umfrage.de/endbericht-best2/beeinträchtigt_studieren_2016.pdf

Informationsbroschüre mit den wichtigsten Ergebnissen und Porträts von fünf betroffenen Studierenden:
http://www.studentenwerke.de/de/content/best2-beeinträchtigt-studieren


Hintergrund: „best2“
Die Studie „beeinträchtigt studieren – „best2“ wurde vom Deutschen Studentenwerk gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Höhere Studien in Wien (IHS) durchgeführt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Studie gefördert. Rund 21.000 Studierende mit studienrelevanten Beeinträchtigungen von 153 Hochschulen nahmen im Wintersemester 2016/2017 an der Online-Befragung teil. Es ist die einzige bundesweit repräsentative Befragung der Gruppe der Studierenden mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Website der Befragung: http://www.best-umfrage.de

Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks: http://www.studentenwerke.de/de/content/die-ibs-stellt-sich-vor

Ansprechpartner für die Medien beim DZHW:
Daniel Matthes, Referent Information und Kommunikation
0511 450670-532
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Diese Pressemitteilung online:
http://www.studentenwerke.de/de/content/beeinträchtigt-studieren-licht-und

02. August 2018 | Redaktion

BAG zur geplanten Aufgabe der Budgetierung

BAG SELBSTHILFE sieht völlige Aufgabe der budgetierten ärztlichen Versorgung kritisch, begrüßt aber Initiativen zur zeitnahen Terminvergabe für Kassenpatienten.

Düsseldorf 01.08.2018. Forderungen, wonach die Budgetierung der ärztlichen Versorgung von gesetzlich versicherten Menschen aufgehoben werden soll, sieht die BAG SELBSTHILFE als Dachverband von 1 Millionen chronisch kranker und behinderter Menschen kritisch, da diese nur zu einer undifferenzierten Kostensteigerung führen würde.

„Die Aufhebung der Budgets wäre nur dann akzeptabel, wenn es in Deutschland ein funktionierendes System der Qualitätssicherung im ambulanten Bereich gäbe. Ein solches System wird bislang aber verhindert“, macht Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE deutlich. „Die Herausnahme einzelner Leistungen aus dem Budget, wie es beispielsweise bereits mit präventiven Leistungen schon länger praktiziert wird, kann natürlich Impulse setzen. Dieses Prinzip soll nun für zusätzliche Sprech-stundentermine bzw. die Stärkung der sprechenden Medizin genutzt werden.“

Hintergrund der Debatte um die Aufhebung der Budgetierung für die Behandlung von Kassenpatienten ist der Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn, Ärzten, die wö-chentlich mindestens 5 zusätzliche Stunden als eine offene Sprechstunde anbieten, eine gesonderte Vergütung in Aussicht zu stellen. Nach den Plänen von Spahn sollen Kranken-kassen und Ärzteschaft aushandeln, welche Arztgruppen offene Sprechstunden anbieten und wie die zusätzlichen Leistungen vergütet werden.

„Dieser Vorschlag kann nur ein Weg von vielen sein. Denn im Hinblick auf zusätzliche Termine wäre eigentlich auch eine grundlegende Reform der Bedarfsplanung geboten. Leider ist dies sehr kompliziert und mit vielen rechtlichen Kautelen verbunden. Die BAG SELBSTHILFE begrüßt dennoch alle Initiativen, anhand derer Kassenpatienten zeitnahe Termine beim Arzt erhalten und eine funktionierende Kommunikation mit dem Behand-ler bewerkstelligt werden kann“, so der Bundesgeschäftsführer.

Burga Torges
Referatsleitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BAG SELBSTHILFE e.V.
Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen
Kirchfeldstraße 149
40215 Düsseldorf
Fon: 0211 3100625
Fax: 0211 3100634
http://www.bag-selbsthilfe.de
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Die BAG SELBSTHILFE mit Sitz in Düsseldorf ist die Dachorganisation von 120 bundesweiten Selbsthilfeverbänden behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen. Darüber hinaus vereint sie 13 Landesar-beitsgemeinschaften und 5 außerordentliche Mitgliedsverbände.
Der BAG SELBSTHILFE sind somit mehr als 1 Million körperlich-, geistig-, sinnesbehinderte und chronisch kranke Menschen angeschlossen, die sowohl auf Bundes- und Landesebene tätig sind als auch auf lokaler Ebene in Selbsthilfegruppen und Vereinen vor Ort.
Selbstbestimmung, Selbstvertretung, Integration, Rehabilitation und Teilhabe behinderter und chronisch kranker Menschen sind die Grundsätze, nach denen die BAG SELBSTHILFE für die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung behinderter und chronisch kranker Menschen in zahlreichen politischen Gremien eintritt.

 

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