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Deutsche Myasthenie Gesellschaft e.V.

Hilfe, Unterstützung & Austausch bei Myasthenia Gravis, Lambert-Eaton-Syndrom & Kongenitalen Myasthenie-Syndromen

05. Januar 2021 | Redaktion

COVID-19-Impfung von Patienten mit myasthenen Syndromen

Die wichtigsten Fragen zu Covid-19 für Sie zusammengefasst:

1. Ja, wir empfehlen die Corona-Impfung jedem MG- und LEMS-Patienten und werden uns sobald als möglich selber impfen lassen. Zugelassen ist der Impfstoff für alle Personen ab 16 Jahren.

2. Der Biontech Impfstoff wurde von der Zulassung an über 42.000 Leuten getestet
(mehr Testpersonen als jeder andere jemals zugelassene Impfstoff) es traten nur geringe und kurzfristige Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung auf. Bei empfindlichen Personen traten selten allergische Reaktionen auf, die mit Medikamenten gut beherrschbar sind.

3. Nein, der Impfstoff verändert nicht das Erbgut und ist nach aktuellen, wissenschaftlicher Erkenntnis sicher. Er enthält mRNA (nicht DNA), also den gleichen Stoff wie die meisten Erkältungsviren. Bei jeder von Ihnen durchgemachten Erkältung hat der Erkältungsvirus mRNA sich in die Zellen eingebracht, um sich zu vermehren, ganz ohne Ihr Erbgut zu verändern.
Sie haben nur noch nie darüber nachgedacht.

4. Die kompletten Ergebnisse der Impfstoffstudie sind im „New England Journal of Medicine“ publiziert und öffentlich abrufbar. Einfach mal „NEJM“ und „Corona“ googeln und nachlesen. Eine deutlich seriösere Quelle als Telegram, Whatsapp oder Facebook.

5. Bin ich dann nicht mehr ansteckend? Das wissen wir nicht, aber Sie werden sehr wahrscheinlich als geimpfte Person vor einem tödlichen Verlauf einer Corona- Infektion geschützt sein. Ob Sie eine Infektion deshalb nicht mehr an andere Personen weitergeben können, ist leider immer noch unklar.
Die Maske werden Sie durch eine Impfung vorerst nicht los, bis diese Frage geklärt ist.

6. Kann ich mir die Impfung leisten? Ja, die Kosten der Impfung trägt der Staat, ist für Sie bzw. für alle kostenlos.

7. Wie lange der Impfschutz hält, wissen wir nicht genau, aber schon eine Weile.

8. Aber da wird ein Chip…..... NEIN!!

9. Und Bill Gates…...  NEIN!!

10. Bei weiteren Fragen sprechen Sie uns an.

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19. November 2020 | Redaktion

Den Arztbesuch nicht aufschieben

Auch während der Corona-Pandemie gilt: Bei Beschwerden zum Arzt gehen

(djd). Die Brust schmerzt, der Zahn pocht, die jährliche Krebsvorsorge steht an oder die Kontrolluntersuchung beim Experten: Soll ich trotz der Corona-Pandemie zum Arzt gehen? Das fragen sich in der aktuellen Situation viele. Sie meiden das Wartezimmer aus Angst vor Ansteckung. Bereits zu Beginn der Covid-19-Pandemie ging die Zahl der Arztbesuche vor allem bei Fachärzten deutlich zurück. Doch Krankenkassen und Mediziner warnen: Nicht jede Behandlung oder Operation sollte aufgeschoben werden. Und wer bei akuten Beschwerden zögert, setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Die Initiative “Just Go” ruft Patienten dazu auf, auch weiterhin zum Arzt zu gehen und Vorsorge- sowie wichtige Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen.

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Wichtige Arztbesuche sollten auch während der Corona-Pandemie nicht aufgeschoben werden. Foto: djd/Abbott/William Geddes

Im Akutfall nicht zögern

Vertreter von Berufsverbänden sind besorgt, dass sich in erster Linie die Gesundheit chronisch oder schwer erkrankter Patienten verschlechtert. So befürchtet etwa Professor Dr. Helge Möllmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I am St.-Johannes-Hospital in Dortmund und Sprecher der Arbeitsgruppe Interventionelle Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, dass es zu dauerhaft schweren Herzschäden bei Patienten kommen kann, die ernste Erkrankungen verschleppen: “Deshalb müssen nicht nur Herzinfarkte, sondern auch akute Rhythmusstörungen oder eine sich verschlimmernde Herzschwäche oder Herzklappenerkrankung unbedingt zeitnah behandelt werden.” Gerade bei Herznotfällen oder Verdacht auf Schlaganfall gilt trotz Corona-Pandemie: sofort den Rettungsdienst alarmieren. Auch die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. warnt, dass die Angst vor Covid-19 nicht dazu führen darf, dass die Früherkennung oder die Durchführung wirksamer Therapien verzögert wird. Der Schaden für Patienten wäre immens.

Gute Hygienemaßnahmen in Krankenhäusern und Praxen

Gleichzeitig jedoch gilt es, sich vor dem Virus zu schützen und das Ansteckungsrisiko im Wartezimmer zu vermeiden. Daher sollten Patienten stets zuvor anrufen und einen Termin vereinbaren. Viele Arztpraxen bieten inzwischen Video- oder Telefonsprechstunden an, die den einen oder anderen Besuch ersetzen können. Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos mit SARS-CoV-2 ist die zweigliedrige Versorgung in den Praxen. Das heißt, dass die Behandlung von Corona-Verdachtsfällen strikt getrennt von den übrigen Patienten erfolgt. “In den Krankenhäusern ist der Infektionsschutz gewährleistet”, so Professor Möllmann. Die Kliniken hätten sehr aufwendige Hygienemaßnahmen ergriffen, um sowohl Patienten als auch Personal vor einer Infektion zu schützen.

20. März 2020 | Anna Lingenberg

Darf ich aus Angst zu Hause bleiben?

(djd). Die Angst vor dem Coronavirus greift auf der ganzen Welt um sich, längst ist es auch in Deutschland angekommen. Das Problem hat viele Facetten, hier sind Antworten auf die vier wichtigsten arbeitsrechtlichen Fragen:

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Was sagt das Arbeitsrecht?

“Grundsätzlich gilt: Die Angst vor einer möglichen Ansteckung ist kein Grund, vom Arbeitsplatz fern zu bleiben”, erklärt Frank Preidel von der Hannoveraner Kanzlei Preidel und Burmester, Partneranwalt von Roland Rechtsschutz. Entweder man sei gesund, dann müsse man seine Arbeit erfüllen. Oder man sei krank, dann würden die allgemeinen Vorschriften im Krankheitsfall gelten. Personen, die sich krankmelden, haben grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Lohnfortzahlung für sechs Wochen. Spätestens nach drei Tagen muss dem Arbeitgeber ein Attest vorliegen. Dabei muss dieser nicht über die genaue Erkrankung informiert werden. “Allerdings muss man eine Corona-Erkrankung unverzüglich dem Gesundheitsamt melden, das dann Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung einleitet. Dazu zählt auch, dass der Arbeitgeber informiert wird, um die übrige Belegschaft zu schützen”, so Preidel.

Was gilt bei einer Quarantäne?

Ob Personen im Krankenhaus oder zu Hause isoliert werden, entscheidet das Gesundheitsamt. “Betroffene müssen einer solchen Anweisung Folge leisten. Ansonsten kann die Anordnung auch gerichtlich vollstreckt werden”, betont Frank Preidel. Gesunde Personen, die sich in Quarantäne befinden und ihre Arbeitsmittel dabei haben, sind dazu verpflichtet, der Arbeit nachzukommen. Erkrankte Personen in Quarantäne erhalten wie in jedem anderen Krankheitsfall eine Lohnfortzahlung und nach einer sechswöchigen Erkrankung Krankengeld.

Welche Rechte und Pflichten hat der Arbeitgeber?

Arbeitgeber müssen Erkrankungsrisiken im Betrieb möglichst minimieren - indem sie etwa Desinfektionsmittel bereitstellen. “Zudem dürfen Arbeitgeber Hygienemaßnahmen für die Belegschaft wie das Tragen von Atemschutzmasken anordnen”, so Preidel. Sollte das Gesundheitsamt anordnen, einen Betrieb vorübergehend zu schließen, können Arbeitnehmer einen Anspruch auf Lohnfortzahlung geltend machen.

Was gilt bei Homeoffice und Kinderbetreuung?

Ob ein Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten darf, hängt vom Arbeitsvertrag und den konkreten Betriebsvereinbarungen ab. “Wenn Schulen und Kindergärten geschlossen werden, dürfen Eltern im Notfall für die Kinderbetreuung zu Hause bleiben und bekommen weiterhin ihr Gehalt ausgezahlt, wenn sie keine andere Betreuungsmöglichkeit haben”, so Preidel. In solch einem Fall sollte man aber möglichst eine gemeinsame Lösung mit dem Arbeitgeber finden.

 

22. Oktober 2019 | Anna Lingenberg

Händewaschen schützt gegen Keime

(djd). In mehr als 80 Prozent der Fälle führt ihr Weg über unsere Hände: Keime werden durch direkte Berührungen übertragen oder indirekt über Kontaktflächen wie Türklinken und Smartphones. Der Alltag birgt also zigfache Gefahren, sich anzustecken - ob im öffentlichen Nahverkehr, im Büro oder in der Schule, beim Einkaufen oder bei Freunden. Doch es gibt keinen Grund zur Panik. Ein paar einfache Regeln zu beachten hilft, sich vor Keimen zu schützen. So sollte man sich mindestens 20 Sekunden Zeit beim Händewaschen nehmen, das reduziert die Zahl der Keime drastisch. Besonders gründlich sind die Zwischenräume der Finger sowie die Fingerkuppen und -nägel zu waschen. Danach die Hände abtrocknen - denn in feuchter Umgebung gedeihen Erreger am besten.

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Krankenhäuser als Beispiel für die Bedeutung der Handhygiene

Im Krankenhaus spielt Hygiene eine ganz besondere Rolle: Dort gehen Gesunde und Kranke tagtäglich ein und aus - und haben Keime im Gepäck. Gleichzeitig sind die Patienten in der Regel geschwächt und dadurch besonders empfänglich für Infektionen. Die Leitung und das gesamte Personal von Krankenhäusern sind deshalb für die Einhaltung hoher Hygienestandards verantwortlich, Desinfektionsspender befinden sich in allen Bereichen der Kliniken. “Ärzte und Pflegekräfte desinfizieren sich grundsätzlich nach jedem Patientenkontakt die Hände. Aber auch Besucher im Krankenhaus können zu einer möglichst keimfreien Umgebung beitragen, indem sie sich die Hände bei den dafür vorgesehenen Desinfektionsspendern reinigen”, erklärt Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW). Händewaschen sei das einfachste aber auch eines der effektivsten Mittel, um sich vor der Grippe und anderen Infektionskrankheiten zu schützen. Multiresistente Erreger, so Brink, könnten nicht zu 100 Prozent aus der Welt geschaffen werden - aber ein sachlicher, verantwortungsvoller Umgang mit ihnen schütze Mensch und Mitmensch.

Initiative gegen Keime: Geteiltes Wissen ist doppelte Sicherheit

Jeder Mensch kann dazu beitragen, sich und andere vor gefährlichen Keimen zu schützen. Die KGNW hat deshalb stellvertretend für 344 nordrhein-westfälische Krankenhäuser unter dem Motto “Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger” eine landesweite Hygiene-Initiative ins Leben gerufen, alle Informationen gibt es unter http://www.keine-keime.de. Sie soll Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher, aber auch die breite Öffentlichkeit für das Thema Keime sensibilisieren und über Hygiene-Maßnahmen aufklären, ganz nach dem Motto: Geteiltes Wissen ist doppelte Sicherheit.
Quelle: https://www.pressetreff.de

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