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Deutsche Myasthenie Gesellschaft e.V.

Hilfe, Unterstützung & Austausch bei Myasthenia Gravis, Lambert-Eaton-Syndrom & Kongenitalen Myasthenie-Syndromen

01. März 2018 | Simone Westerhoff

Neues Myasthenie Zentrum (iMZ) am UK Essen zertifiziert

Essen, 29.01.2018 – Das ließen sich auch Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz und Prof. Dr. Schara nicht entgehen: Der Direktor der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Essen und die leitende Ärztin der Abteilung Neuropädiatrie (iMZ für Kinder und Jugendliche) freuten sich über die feierliche Übergabe der Zertifizierungsurkunde des neuen iMZ Essen (für erwachsene Patienten).

Illustratives Bild

Übergabe des Zertifikates an das neue iMZ Essen (v. l.: Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Prof. Dr. Ulrike Schara, PD Dr. Tim Hagenacker, DMG-Vorsitzender Hans Rohn, Dr. Andreas Totzeck). Foto: Dave Kittel, Medienzentrum UK Essen

Überreicht wurde das Dokument, das bis 2020 gilt, bevor eine Re-Zertifizierung ansteht, vom 1. Vorsitzenden der DMG, Hans Rohn. Damit kann das UK Essen stolz darauf sein, altersunabhängig für MG-Betroffene eine kompetente und patientenzentrierte Behandlung anbieten zu können. Verantwortlich für das iMZ Essen ist der leitende Oberarzt PD Dr. Tim Hagenacker, der mit Dr. Andreas Totzeck einen engagierten Mitstreiter an seiner Seite weiß.

Seit fast sechs Jahren erfüllt die Neuropädiatrie bereits die fachlichen Anforderungen zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Myastheniesyndromen, jetzt wurde auch der neurologischen Abteilung für erwachsene Patienten ganz offiziell durch die BQS (Institut für Qualität und Patientensicherheit) bescheinigt, eine umfassende Diagnostik und Therapie sicherstellen zu können.

14. Februar 2018 | Redaktion

Mycophenolatmofetil- (MMF)/ Mycophenolsäure-haltige Arzneimittel (MPA): Angepasste Empfehlungen zur Kontrazeption

02. Februar 2018: In Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) möchten Sie die unten aufgeführten Firmen über
folgenden Sachverhalt informieren:

Zusammenfassung:

Die verfügbaren klinischen Daten deuten bei Schwangerschaften, bei denen der Vater Arzneimittel mit Mycophenolat angewendet hat, nicht auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten und kongenitale Missbildungen hin. Dennoch sind MMF und MPA genotoxisch und ein Risiko kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Bei männlichen Patienten wird empfohlen, dass der Patient oder dessen Partnerin während der Behandlung und für mindestens 90 Tage nach Beendigung der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwendet.

Das Risiko für Frauen bleibt unverändert. Arzneimittel mit Mycophenolat sind weiterhin bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine zuverlässige Verhütungsmethode verwenden, kontraindiziert. Diese Arzneimittel sind auch bei Schwangeren kontraindiziert, es sei denn, es steht keine geeignete alternative Behandlung zur Verhinderung einer Transplantatabstoßung zur Verfügung.

Patientinnen im gebärfähigen Alter müssen vor Beginn der Behandlung, während der Behandlung sowie für 6 Wochen nach Beendigung der Behandlung mindestens eine zuverlässige Form der Kontrazeption anwenden. Vorzugsweise, aber nicht zwingend erforderlich, sind zwei Formen der Kontrazeption anzuwenden.

Hintergrund hinsichtlich der Sicherheitsbedenken

Mycophenolat, angewendet zur Verhinderung einer Transplantatabstoßung, wirkt beim Menschen stark teratogen und kann bei Anwendung bei Schwangeren zu Fehlgeburten und kongenitalen Missbildungen führen. Bei Exposition im Mutterleib kommt es bei 45 % bis 49 % der Fälle zu einer Fehlgeburt und bei 23 % bis 27 % der Fälle zu Missbildungen.

Arzneimittel mit Mycophenolat – sowohl Mycophenolatmofetil (MMF) als auch Mycophenolsäure (MPA) – sind daher bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine wirksame Verhütungsmethode anwenden, kontraindiziert. Mycophenolat ist ebenfalls bei Schwangeren kontraindiziert, es sei denn, es steht keine geeignete alternative Behandlung zur Verhinderung einer Transplantatabstoßung zur Verfügung. Zusätzlich sind vor Behandlungsbeginn negative Schwangerschaftstests vorzuweisen (wie in der Produktinformation dieser Arzneimittel beschrieben).

Aufgrund einer kürzlich durchgeführten, detaillierten Überprüfung nicht-klinischer und klinischer Daten bei Männern, die unter Behandlung mit MMF und MPA Kinder gezeugt haben, hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ihre Empfehlungen von 2015 für MMF und MPA zur Schwangerschaftsverhütung aktualisiert.

Obwohl die in der Samenflüssigkeit vorhandene Menge an Mycophenolat nicht bestimmt wurde, haben Berechnungen auf Basis von tierexperimentellen Daten gezeigt, dass die Höchstmenge an Mycophenolat, die potenziell auf Frauen übertragen werden kann, gering ist, sodass Auswirkungen unwahrscheinlich sind. In Tierversuchen war Mycophenolat jedoch in Konzentrationen genotoxisch, die über dem therapeutischen Expositionsniveau beim Menschen lagen. Daher kann das Risiko genotoxischer Effekte auf Spermien nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die EMA empfiehlt jetzt, dass sexuell aktive männliche Patienten oder deren Partnerinnen während der Behandlung und für mindestens 90 Tage nach Beendigung der Behandlung mit Mycophenolat eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Die bisherige Empfehlung, dass männliche Patienten zusätzlich zur Anwendung einer hochwirksamen Verhütungsmethode ihrer Partnerin Kondome verwenden sollen, wurde nun aus der Produktinformation gestrichen, da sie nicht die Einstufung des Risikos wiedergibt.

Die Risiken für Frauen bleiben unverändert. Frauen im gebärfähigen Alter müssen vor Beginn der Behandlung, während der Behandlung sowie für 6 Wochen nach Beendigung der Behandlung mindestens eine zuverlässige Form der Kontrazeption anwenden, es sei denn, Abstinenz wird als Verhütungsmethode gewählt. Vorzugsweise sind jedoch zwei ergänzende Formen der Kontrazeption gleichzeitig anzuwenden, um das Risiko für ein Versagen der Verhütung zu minimieren.

Weitere Informationen

Die vollständigen Informationen zur Verschreibung sowie zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen für Mycophenolatmofetil- / Mycophenolsäure-haltige Arzneimittel sind den Produktinformationen zu entnehmen. Diese werden in Kürze entsprechend aktualisiert und sind dann unter der Internetadresse der jeweiligen Firma verfügbar.

Die Firmen stellen den Angehörigen der Gesundheitsberufe im Nachgang auch aktualisierte Schulungsmaterialien zur Verfügung, die auf den genannten Internetseiten abrufbar bzw. bestellbar sind.

Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen

Angehörige der Heilberufe sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem entsprechenden Zulassungsinhaber anzuzeigen:

CellCept® 250 mg Kapseln,
CellCept® 500 mg Filmtabletten,
CellCept® 500 mg Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats,
CellCept® 1 g/5 ml Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Roche Pharma AG, Emil-Barell-Straße 1, 79639 Grenzach-Wyhlen,
Telefon: 07624 14-2014, Fax: 07624 14-3183, E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen),
Internet: http://www.roche.de/pharma/products.html

Mowel® 250 mg Filmtabletten,
Mowel® 500 mg Filmtabletten,
Panacea Biotec Germany GmbH, Landshuter Allee 8-10, 80637 München
Telefon: 089/5455-8350, Fax: 089/5455-8333,
E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), Internet: http://www.panaceabiotec.de

Mycophenolat – 1 A Pharma 250 mg Hartkapseln,
Mycophenolat – 1 A Pharma 500 mg Filmtabletten
1 A Pharma GmbH, Keltenring 1 + 3, 82041 Oberhaching, Telefon: 089 6138825-0,
E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), Internet: http://www.1apharma.de/produkte/bersicht/

Mycophenolatmofetil AL 250 mg Hartkapseln
Mycophenolatmofetil AL 500 mg Filmtabletten
ALIUD PHARMA® GmbH, Gottlieb-Daimler-Str. 19, D-89150 Laichingen, Telefon: 07333 9651-0
Telefax: 07333 9651-6004, E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
https://www.aliud.de/service/informationsmaterial-zum-download

mycophenolatmofetil-biomo 250 mg Filmtabletten,
mycophenolatmofetil-biomo 500 mg Filmtabletten
biomo pharma GmbH, Josef-Dietzgen-Straße 3, 53773 Hennef, Telefon: 02242/8740-0,
Fax: 02242/8740-499, E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen),
Internet: http://biomopharma.biomoaktiv.de/fachkreise/
http://biomopharma.biomoaktiv.de/praeparate/ (Link auf Schulungsmaterial)

Mycophenolatmofetil Heumann 250 mg Hartkapseln,
Mycophenolatmofetil Heumann 500 mg Filmtabletten
Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG, Südwestpark 50, 90449 Nürnberg,
Telefon: 0911/4302 400, Telefax: 0911/4302 445, E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen),
Internet: https://www.heumann.de/schulungsmaterial.html

Mycophenolatmofetil HEXAL 250 mg Hartkapseln/- 500 mg Filmtabletten
Mycophenolsäure HEXAL 180 mg/- 360 mg magensaftresistente Tabletten
Hexal AG, Industriestraße 25, 83607 Holzkirchen, Telefon: 08024 / 908 0,
E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), Internet

Myfenax 250 mg Hartkapseln,
Myfenax 500 mg Filmtabletten
Teva GmbH, Graf-Arco-Str. 3, 89079 Ulm, Telefon: ++49 800 800 5022,
E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), Internet

Myfortic® 180 mg magensaftresistente Tabletten,
Myfortic® 360 mg magensaftresistente Tabletten
Novartis Pharma GmbH, Roonstraße 25, 90429 Nürnberg, Telefon: 0911-273-12100,
Fax: 0911/273-12985, E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
Internet

Alternativ können Verdachtsfälle von unerwünschten Wirkungen auch dem Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet werden: elektronisch über das Internet
(http://www.bfarm.de – Arzneimittel – Pharmakovigilanz – Risiken), schriftlich an die Postadresse Kurt-
Georg-Kiesinger Allee 3, 53175 Bonn oder per Fax an 0228/207 5207.

Firmenkontakte

Sollten Sie Fragen haben oder weitere Informationen zur Anwendung von Mycophenolatmofetil- / Mycophenolsäure-haltigen Arzneimitteln benötigen, wenden Sie sich bitte gemäß den oben genannten Kontaktadressen oder gemäß den Kontaktadressen in der jeweiligen Produktinformation an den jeweiligen pharmazeutischen Unternehmer.

Die Hersteller und Vertreiber Mycophenolatmofetil- / Mycophenolsäure-haltiger Arzneimittel

03. Februar 2018 | Redaktion

Patientinnen und Patienten erleben Qualitätsmängel im Krankenhaus hautnah

Berlin 21.12.2017. - Qualitätsmängel in Krankenhäusern sollen künftig entschiedener verfolgt werden – so will es der Gesetzgeber. Dazu wurde der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) verpflichtet, in einer Richtlinie u.a. zu regeln, wer den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit einer Prüfung der Qualität beauftragen kann.

In seiner heutigen Sitzung hat der G-BA den Antrag der anerkannten Patientenorganisationen, dass auch sie Prüfaufträge stellen dürfen, abgelehnt. „Dieser Antrag war berechtigt, denn Patientinnen und Patienten sind diejenigen im Gesundheitssystem, die ein wirklich existenzielles Interesse an der Einhaltung von Qualitätsanforderungen haben. Und sie sind auch diejenigen, die Qualitätsmängel hautnah erfahren und darüber berichten können. Innerhalb der Patientenorganisationen werden diese Erfahrungen ausgetauscht und aufbereitet.“ so Prof. Dr. Ingo Heberlein vom Sozialverband Deutschland e.V.
Die heutige Entscheidung des G-BA ist bedauerlich, denn Patientenorganisationen sind der ideale Auftraggeber zur Überprüfung von Krankenhäusern, um die Durchsetzung von Qualitätsanforderungen zu erreichen.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Ingo Heberlein, E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)

Die Patientenvertretung im G-BA besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der vier maßgeblichen Patientenorganisationen entsprechend der Patientenbeteiligungsverordnung:

  • Deutscher Behindertenrat,
  • Bundesarbeitsgemeinschaft PatientInnenstellen und -initiativen,
  • Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.
  • Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Die Patientenvertretung im G-BA kann mit beraten und Anträge stellen, hat aber kein Stimmrecht.

08. November 2017 | Simone Westerhoff

Abreise „vom Winde verweht“ – Ein etwas anderer Rückblick…

Sturmtief „Herwart“ wirbelt letzten Tag des erfolgreichen Regionalleiter-Workshops vom 27.-29. Oktober 2017 gehörig durcheinander

Bedröppelte Mienen am Sonntagmorgen beim Frühstück: Gerade noch hatten sich die DMG-Regionalleiter beim Workshop im Waldhotel Schäferberg in Kassel-Espenau zu den konkreten Ergebnissen am Samstag beglückwünscht und sich auf einen gemütlichen Sonntagnachmittag im Kreise der Lieben zuhause gefreut, kam die (nicht ganz überraschende) Hiobsbotschaft: Zugverkehr wegen „Herwart“ eingestellt!

Gestrandet in Westfalen

Bekanntermaßen ging Richtung Norden gar nichts mehr, nach Süden nur per Bummelexpress. Eiligst wurden Alternativmöglichkeiten per Flixbus oder Mitfahrzentralen gegoogelt – in vielen Fällen erfolglos, da heillos überbucht. Schön zu beobachten, wie die Charaktereigenschaften der einzelnen Regionalleiter sich in dieser Stresssituation potenzierten: Während die einen völlig gelassen eine weitere Tasse Kaffee nachschenkten („nützt ja nix“), hämmerten andere aufgelöst auf ihr Handy ein, um eine günstigere Wetterprognose zu erzielen (Sie ahnen es: mit unbefriedigendem Ergebnis).
Nach Recherchen der Geschäftsstelle waren zumindest am Montag alle Regionalleiter sicher in heimischen Gefilden angekommen, manche mit abenteuerlichen Umwegen und spannenden Reisegeschichten im Gepäck: Wolf-Dietrich Trenner, Regionalleiter aus Berlin und gestrandet an einem Bahnhof im Westfälischen, blieb die personifizierte Ruhe und überzeugte Ehefrau und Tochter telefonisch von einem Kurztrip per PKW nach Westfalen.

Humorvoll nahmen es auch die beiden Regionalleiterinnen aus Mecklenburg-Vorpommern: Karin Garloff und Iris Burmeister fuhren zunächst im Wagen von Renate Eberlein, die glücklicherweise mit dem Auto angereist war und auf dem stürmischen Rückweg gleich vier Leutchen Richtung Norden rettete, bis Hannover. Über die Weiterfahrt nach Rostock berichteten die beiden: „Von Hannover aus haben wir einen Taxigutschein nach Hamburg bekommen, leider haben wir in Hannover Peter Schmeck verloren (wir habe ihn aber gestern angerufen, er konnte sofort mit einem Taxi nach Hamburg fahren). In Hamburg warteten wir eineinhalb Stunden in der Schlange, um noch einen Taxigutschein zu bekommen. Dabei bekam Iris einen Schwächeanfall und die Bahnangestellten besorgten uns dann ganz schnell einen Taxigutschein. Als wir endlich im Taxi sitzen konnten, ging es Iris auch wieder besser. So waren wir ca. um 19.00 Uhr zu Hause.“
Multi-Kulti im Taxi

Bei all dem Stress haben die beiden Damen auch tolle Menschen kennengelernt und interessante Gespräche geführt. „Unser erster Taxifahrer kam aus Afghanistan und erzählte von seiner Familie. Ein Ehepaar aus Peru saß mit uns im Taxi. Der Taxifahrer von Hamburg nach Rostock kam ursprünglich aus Indien. Dort hatten wir dann eine Mitreisende, die aus Brasilien kam.“

Gute Ergebnisse vor dem Sturm
Einig waren sich die meisten Regionalleiter nach dem Workshop natürlich nicht nur über den reichlich missratenen Schlussakkord der Veranstaltung, sondern auch über die guten Ergebnisse eines konzentriert geführten Seminars mit den Schwerpunktthemen: „Neupositionierung und Weiterentwicklung der DMG“ und „Kommunikation zwischen Regionalleitern und Vorstand“. Lebhaft wurden am Samstag Ausblicke in die Zukunft diskutiert (Stichwort Digitalisierung). Vor dem Hintergrund des medialen und gesellschaftlichen Wandels kämen Veränderungen auch auf die Arbeit unserer Regionalleiter zu. Konkret wurden dabei die Weiterentwicklung der DMG-Homepage und eine digitale Wissens-Plattform für die Regionalleiter beschlossen.

Was ist therapierefraktär?
Den spannenden Abschluss des Workshop-Tages bildete der Vortrag unseres 1. Vorsitzenden, Hans Rohn, der zur Erweiterung der medizinischen Kompetenz einen Vortrag über neue Medikamente zur Behandlung der Myasthenie hielt. Vor allem das unter dem Markennamen Soliris vertriebene Eculizumab wurde dabei vorgestellt. Der monoklonale Antikörper, der für die Behandlung therapierefraktärer Myasthenien zugelassen ist, ist unter Fachleuten nicht unumstritten, zumal er mit Jahrestherapiekosten von bis zu 600.000 Euro als das teuerste Arzneimittel der Welt gilt. Wichtig sei es, so Hans Rohn, dass der Begriff „therapierefraktär“ („nicht ansprechend auf eine Therapie“) nachvollziehbar definiert werde.

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