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Deutsche Myasthenie Gesellschaft e.V.

Hilfe, Unterstützung & Austausch bei Myasthenia Gravis, Lambert-Eaton-Syndrom & Kongenitalen Myasthenie-Syndromen

25. Oktober 2019 | Anna Lingenberg

Rückblick Workshop für Ansprechpartner

Die Deutsche Myasthenie Gesellschaft veranstaltet jährlich einen Workshop für die Ansprechpartner der Regionalgruppen.

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Im ersten Teil informierte dieses Jahr der Vorstandsvorsitzende Hans Rohn umfassend über den aktuellen Stand des MG-Registers „MyaReg“ und stellte eine neue Myasthenie-App vor, die in Planung ist. Anschließend hielt Edith Helfers aus der Geschäftsstelle gemeinsam mit Hans Rohn einen Vortrag über die Antrags-Förderungsänderungen bei den Krankenkassen.

Im zweiten Teil führte Dr. Hermann Refisch, Diplom-Psychologe aus Frankfurt am Main, die Teilnehmer durch den Kommunikations-Kurs „Rudern im Gleichklang“ und erarbeitete im Anschluss mit ihnen Lösungsansätze um „Konflikte gemeinsam bewältigen“ zu können.

(v.l.n.r. Sandra Alders-Steltjes, Josipa Siebert, Antje König, Claudia Henrich, Claudia Schlemminger, Ilse Göckler, Peter Schmeck)

Es war wie jedes Jahr eine gelungene Veranstaltung und wir bedanken uns bei den Teilnehmern für die begeisterte Teilnahme!

Ein besonderer Dank geht an die KKH – Kaufmännische Krankenkasse Hannover, für die diesjährige finanzielle Förderung dieses Workshops, ohne diese die Veranstaltung nicht hätte stattfinden können.

22. Oktober 2019 | Anna Lingenberg

Händewaschen schützt gegen Keime

(djd). In mehr als 80 Prozent der Fälle führt ihr Weg über unsere Hände: Keime werden durch direkte Berührungen übertragen oder indirekt über Kontaktflächen wie Türklinken und Smartphones. Der Alltag birgt also zigfache Gefahren, sich anzustecken - ob im öffentlichen Nahverkehr, im Büro oder in der Schule, beim Einkaufen oder bei Freunden. Doch es gibt keinen Grund zur Panik. Ein paar einfache Regeln zu beachten hilft, sich vor Keimen zu schützen. So sollte man sich mindestens 20 Sekunden Zeit beim Händewaschen nehmen, das reduziert die Zahl der Keime drastisch. Besonders gründlich sind die Zwischenräume der Finger sowie die Fingerkuppen und -nägel zu waschen. Danach die Hände abtrocknen - denn in feuchter Umgebung gedeihen Erreger am besten.

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Krankenhäuser als Beispiel für die Bedeutung der Handhygiene

Im Krankenhaus spielt Hygiene eine ganz besondere Rolle: Dort gehen Gesunde und Kranke tagtäglich ein und aus - und haben Keime im Gepäck. Gleichzeitig sind die Patienten in der Regel geschwächt und dadurch besonders empfänglich für Infektionen. Die Leitung und das gesamte Personal von Krankenhäusern sind deshalb für die Einhaltung hoher Hygienestandards verantwortlich, Desinfektionsspender befinden sich in allen Bereichen der Kliniken. “Ärzte und Pflegekräfte desinfizieren sich grundsätzlich nach jedem Patientenkontakt die Hände. Aber auch Besucher im Krankenhaus können zu einer möglichst keimfreien Umgebung beitragen, indem sie sich die Hände bei den dafür vorgesehenen Desinfektionsspendern reinigen”, erklärt Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW). Händewaschen sei das einfachste aber auch eines der effektivsten Mittel, um sich vor der Grippe und anderen Infektionskrankheiten zu schützen. Multiresistente Erreger, so Brink, könnten nicht zu 100 Prozent aus der Welt geschaffen werden - aber ein sachlicher, verantwortungsvoller Umgang mit ihnen schütze Mensch und Mitmensch.

Initiative gegen Keime: Geteiltes Wissen ist doppelte Sicherheit

Jeder Mensch kann dazu beitragen, sich und andere vor gefährlichen Keimen zu schützen. Die KGNW hat deshalb stellvertretend für 344 nordrhein-westfälische Krankenhäuser unter dem Motto “Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger” eine landesweite Hygiene-Initiative ins Leben gerufen, alle Informationen gibt es unter http://www.keine-keime.de. Sie soll Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher, aber auch die breite Öffentlichkeit für das Thema Keime sensibilisieren und über Hygiene-Maßnahmen aufklären, ganz nach dem Motto: Geteiltes Wissen ist doppelte Sicherheit.
Quelle: https://www.pressetreff.de

08. Oktober 2019 | Anna Lingenberg

Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippe-Impfung für chronisch Kranke aller Altersstufen

In der Grippewelle 2017/18 sind geschätzt 25.100 Menschen in Deutschland durch Influenza gestorben. “Das ist die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren”, betont Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. So viele Todesfälle bei einer Grippewelle sind sehr selten, es gibt auch Saisons mit wenigen hundert Todesfällen. Die wichtigste Schutzmaßnahme ist trotz der von Saison zu Saison unterschiedlichen Wirksamkeit die Impfung. “Es gibt keine andere Impfung in Deutschland, mit der sich mehr Leben retten lässt”, unterstreicht RKI-Präsident Wieler. Neben der Impfung werden gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten empfohlen.

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Influenzaviren können bereits übertragen werden, bevor Symptome auftreten. Eine Influenza ist oft durch einen plötzlichen Erkrankungsbeginn mit Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen gekennzeichnet. Häufig kommt etwas später ein trockener Reizhusten dazu. Allerdings erkranken längst nicht alle Infizierten so typisch. Insbesondere ältere Erkrankte bekommen häufig kein Fieber.

Für wen wird die Impfung gegen die saisonale Influenza empfohlen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippe-Impfung für alle Personen ab 60 Jahren, für chronisch Kranke aller Altersstufen, für Schwangere und für Medizin- und Pflegepersonal. Eine jährliche Grippeschutz-Impfung wird für Myasthenie-Patienten empfohlen!

Wann ist der richtige Impfzeitpunkt?

Die jährliche Influenzawelle hat in Deutschland in den vergangenen Jahren meist nach der Jahreswende begonnen. Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird deshalb empfohlen, sich im Oktober oder November impfen zu lassen. Sollte die Impfung in diesen Monaten versäumt werden, kann es auch im Dezember und selbst zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle noch sinnvoll sein, die Impfung nachzuholen. Schließlich ist nie genau vorherzusagen, wie lange eine Influenzawelle andauern wird.

Welche Arten von Grippeimpfstoffen gibt es?

In Deutschland sind Influenzaimpfstoffe zahlreicher Hersteller erhältlich. Alle Impfstoffe enthalten die von der WHO festgelegten Antigene.
Bei den in Deutschland zugelassenen Influenzaimpfstoffen für Kinder und Erwachsene handelt es sich meist um Totimpfstoffe. Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren bzw. Bestandteile der Viren. Impfungen mit Totimpfstoffen führen in der Regel nicht zu einer verschlechterung der Myasthenie, d.h. keiner bedrohlichen Aktivierung der Autoimmunreaktion. Einer der Influenza-Impfstoffe, der für ältere Menschen zugelassen ist, enthält sogenannte Adjuvantien (Wirkverstärker).
Für Kinder ist zusätzlich ein Lebendimpfstoff (Live Attenuated Influenza Vaccine, LAIV) zugelassen, der als Nasenspray verabreicht wird.

Quelle: Kobert Koch-Institut, Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts, Stand 30.09.2019

 

26. September 2019 | Redaktion

92. Neurologie-Kongress in Stuttgart

Der 92. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), den die Kongresspräsidenten, Prof. Dr. Ulf Ziemann, Prof. Dr. Holger Lerche, Prof. Dr. Thomas Gasser, und die Kongresssekretärin Prof. Dr. Dr. Ghazaleh Tabatabai ausrichten, steht unter dem Motto „Personalisierte Neurologie“.

Personalisierte Neurologie ist einer der wichtigsten Trends in der modernen Neurologie. Der Kerngedanke der personalisierten Neurologie ist es, dass nicht alle Patienten, die an einer bestimmten neurologischen Krankheit wie etwa Parkinson leiden, mit den gleichen Medikamenten behandelt werden, sondern eine für ihre spezifische Krankheitsform maßgeschneiderte Therapie erhalten.

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Personalisierte Neurologie bedeutet: die richtige Therapie für den richtigen Patienten zum richtigen Zeitpunkt
In den vergangenen Jahren hat dieser Forschungszweig einen Quantensprung erlebt. Ein Beispiel: Bestimmte Formen der Epilepsie werden durch Genmutationen ausgelöst. Dank genetischer Diagnostik ist man heute in der Lage, die Therapie individuell und zielgerichtet dem jeweiligen Gendefekt anzupassen. Möglicherweise können demnächst sogar defekte Gene mithilfe der Gentherapie in den betroffenen Hirnzellen sogar ausgetauscht oder modifiziert werden.
Kongresspräsident Prof. Dr. Ulf Ziemann, Tübingen, forscht zu einer neuen Generation von „Hirnschrittmachern“: Ein Hirnschrittmacher ist eine Elektrode im Gehirn, die durch Stromimpulse Zittern und motorische Ausfälle bei Patienten mit Bewegungsstörungen reduziert. Doch nicht alle profitieren davon gleichermaßen und nicht zu jeder Zeit. Prof. Ziemann und sein Team testen derzeit eine helmartige Vorrichtung, die Patienten aufgesetzt wird und die hochpräzise jeden Punkt des Kortexmantels ansteuern und stimulieren kann. Die zugehörige Software ist in der Lage, Signale des Nervensystems in Echtzeit auszulesen und zu analysieren, in welcher Millisekunde der gesetzte Impuls einen therapeutischen Effekt hat. Erst dann wird er gesetzt. „Das ist ein Paradebeispiel der personalisierten Medizin. Wir werden dieses Verfahren an Alzheimer-Patienten und Schlaganfallpatienten mit Lähmungserscheinungen an Arm und Hand testen.“

Internationale Experten werden erwartet
Zahlreiche international renommierte Referenten werden zum Kongress in Stuttgart erwartet. Prof. Dr. Stefan M. Pulst, University of Utah, USA, wird diskutieren, ob die Genetik ihr Versprechen für die personalisierte Medizin einlösen kann, der Genetiker Prof. Dr. Rudi Balling, Direktor des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine, wird beleuchten, wie man über große Datenmengen Einsichten zu krankheitsauslösenden Mechanismen erhält. Der kanadische Neurochirurg Prof. Dr. Andres M. Lozano wird über neue operative Ansätze zur Behandlung von Parkinson, Depression und Alzheimer berichten.

Alle wichtigen Themen der Neurologie in vier Tagen
Die vier Kongresstage bieten Ärzten und Medizinstudierenden die Möglichkeit, sich in allen wichtigen Themenbereichen der Neurologie fortzubilden. Kernthemen sind Schlaganfall, Multiple Sklerose, Epilepsie, Parkinson-Krankheit, Alzheimer, Hirntumore und Kopfschmerzen.
Aber auch seltene Erkrankungen gehören zum Versorgungs-Repertoire eines Neurologen.
Wie in den vergangenen Jahren ist die DMG selbstverständlich auch auf dieser großen wissenschaftlichen Veranstaltung mit ihrem knallroten Stand vertreten. Neben zwei Mitarbeiterinnen aus der Bremer Geschäftsstelle, Edith Helfers und Simone Westerhoff, ist auch unser Vorsitzender, Hans Rohn, nach Stuttgart gereist, um Kontakte zu knüpfen.

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