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Deutsche Myasthenie Gesellschaft e.V.

Hilfe, Unterstützung & Austausch bei Myasthenia Gravis, Lambert-Eaton-Syndrom & Kongenitalen Myasthenie-Syndromen

07. März 2019 | Redaktion

DMG-Aktuell Ausgabe 1/2019

Wir freuen uns verkünden zu dürfen, dass die neue Ausgabe unserer Vereinszeitschrift “DMG-Aktuell” auf dem Weg zu unseren Mitgliedern ist.
Treue Mitglieder und Leser wissen, dass sie mit dieser Ausgabe die Einladungen zu unserem DMG-Kongress und der Mitgliederversammlung erhalten. Die Anmeldeformulare zur Teilnahme sind ebenfalls in diesem Heft zu finden. Aus organisatorischen Gründen ist es sehr wichtig, dass Sie sich zweimal anmelden, einmal im H+Hotel in Hofheim-Diedenbergen und einmal in der Geschäftsstelle in Bremen.

Weiter finden Sie interessante Beiträge über Änderungen in unserem Gesundheitswesen, Digitalisierung in Selbsthilfeorganisationen und vieles mehr.

06. März 2019 | Redaktion

Wir gedenken unseres ehemaligen Schirmherren Dr. Klaus Kinkel  

Gestern erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser ehemaliger Schirmherr, Dr. Klaus Kinkel, am 04. März 2019 verstorben ist.
Gerne erinnern wir uns an die gemeinsame Zeit und bedanken uns für seine Unterstützung. Wir wünschen der Familie in dieser schweren Zeit viel Kraft!
Der gesamte Vorstand und die Geschäftsstelle der DMG e.V.

19. November 2018 | Redaktion

Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK e.V.) fordert den Stopp der Diskriminierungen beim Wohnungsbau

Bauliche Barrieren im Alltag, die Rollstuhlnutzer und Menschen mit anderen Mobilitätshilfen aussperren und das Leben behindern, sind Gräuel genug. Doch beim Blick auf den allgemeinen Wohnungsmarkt scheint das Benachteiligungsverbot aufgrund einer Behinderung gemäß des Grundgesetzes gar nicht zu gelten. Denn barrierefreie Wohnungen, in denen Rollstuhlnutzer ungehindert leben können, sind gesetzlich nicht vorgesehen. Rund eine halbe Million Wohnungen für Rollstuhlnutzer fehlen derzeit.
Die technische Baubestimmung (DIN 18040-2 R), in welcher die Mindestmaße für eine uneingeschränkte Nutzung der Wohnung im Rollstuhl geregelt sind, sind nicht in der Musterliste des Bundes enthalten. Kein Bundesland fühlt sich demnach genötigt, von dieser Baubestimmung abzuweichen.

517.000 Wohnungen für Rollstuhlnutzer fehlen

Lediglich Rheinland-Pfalz hat eine Quote für „rollstuhlgerechte“ Wohnungen im Wohnungsbauparagrafen eingeführt. Auch das Saarland spielt mit dem Gedanken, eine solche Quote in seiner Bauordnung aufzunehmen. Doch dies ist nicht nur aufgrund der Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V., die bis 2030 den Mangel „rollstuhlgerechten“ Wohnungen auf bundesweit 517.000 beziffern, absurd.

Der Paragraf zum Barrierefreien Bauen bezieht sich auf Gebäude mit Wohnungen, die nicht ausschließlich privat genutzt, sondern zur Vermietung oder zum Kauf auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt angeboten werden. Und wenn es für die Allgemeinheit bestimmt ist, muss auch die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit allgemein gehalten werden, so wie es auch die Baubestimmungen für öffentlich zugängliche Gebäude vorsieht. Konkret bedeutet das im Wohnungsbau, das man wegen 30 cm weniger an Bewegungsfläche und 10 cm schmaleren Türen Rollstuhlnutzer einfach rausschmeißt.

“Alle Bauanträge von Mehrfamilienhäusern, die derzeit genehmigt werden, müssen keine Wohnungen für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen, enthalten. Dadurch vergrößert sich der Mangel an barrierefreiem und mit dem Rollstuhl nutzbarer Wohnraum immer weiter”, so Dunja Fuhrmann, Mitglied im BSK-Bundesvorstand. “Das perfide daran ist, dass sich die Regierung die späteren Heimplätze für all diejenigen selbst schafft, die infolge von Alter und Krankheit irgendwann im Rollstuhl gepflegt werden müssen. Diese Menschen werden mit ihren Pflegerollstühlen oder Elektro-Rollstühlen nicht ambulant zuhause versorgt werden können, denn die Wohnungen haben nicht die Bewegungsmaße dafür.”

In einer aktuellen Studie (Terragon/April 2017) wurde festgestellt, dass die Mehrkosten für mit dem Rollstuhl nutzbare Wohnungen gerade einmal 0,83 Prozent betragen.
Überdies könnten auch in einem Zeitraum von 30 Jahren alle Bestandswohnungen barrierefrei modernisiert werden. Das wären Investitionen, die sich lohnen würden. Nicht nur, weil sie zeitgemäß für eine immer älter werdende Bevölkerung sind, sondern auch die völkerrechtlich verpflichtenden Menschenrechte endlich umsetzen würden.
Für Fuhrmann ist klar: „Nichts ist so kostspielig wie die Errichtung von Barrieren und die dauerhafte Aussonderung in exklusiven Sonderwohnformen. Daher fordert unser Verband, dass beim Bau der 100.000 Sozialwohnungen des Wohnungsgipfels sowie bei der Förderung von 1,5 Millionen weiterer Wohnungen die vollständige Umsetzung der DIN 18040 Teil 2 erfolgen muss. Das muss auch in den Förderbedingungen festgeschrieben werden“.

 

13. November 2018 | Simone Westerhoff

Neurowoche 2018: 7000 Experten für Gehirn und Nerven tagen in Berlin

Kein anderes Fach der Medizin wächst aktuell so schnell wie die Neurologie. Derzeit praktizieren 7200 Neurologinnen und Neurologen in Deutschland – mehr als dreimal so viele wie noch vor 25 Jahren. Für viele früher als unheilbar betrachtete Krankheiten stehen heute wirksame Therapien zur Verfügung. Die Neurowoche 2018, die vom 30. Oktober bis 3. November drei neuromedizinische Fachgesellschaften - die Gesellschaft für Neuropädiatrie, die Deutsche Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie und die DGN - unter einem Dach vereinte, machte die Innovationkraft des Fachs Neurologie spürbar. Der größte interdisziplinäre deutschsprachige Neurologiekongress für die generationenübergreifende Erforschung, Diagnose und Therapie von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der Nerven und der Muskeln findet alle vier Jahre statt.

Illustratives Bild

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Prof. Dr. Gereon R. Fink, erläuterte in seinem Grußwort: „Neurologinnen und Neurologen versorgen hierzulande jährlich rund drei Millionen Patienten in Kliniken und Praxen. Vielen können wir heute hochwirksame Therapien anbieten, an die wir vor 20 Jahren noch nicht einmal gedacht haben. In jedem Jahr gibt es auf dem DGN-Kongress neue Therapien zu diskutieren, manchmal sogar grundsätzlich neue Therapieprinzipien. Das Fach Neurologie als Schlüsselmedizin des 21. Jahrhunderts entwickelt sich rasant. Zu Recht gewinnt auch der DGN-Kongress nicht nur in der Fachwelt, sondern auch in der Öffentlichkeit an Bedeutung und Strahlkraft.“

Neurologie als attraktives Fach für den Nachwuchs

„Wir brauchen in Zukunft deutlich mehr neurologisch tätige Fachärzte, um die sich stetig verbessernden Therapien für die wachsende Anzahl der Patienten flächendeckend anbieten zu können“, beschreibt Fink eine der zentralen Herausforderungen seines Fachs. „Wir haben hier schon viel erreicht“, betont Fink, der als DGN-Präsident rund 9.500 Mitglieder in Deutschland vertritt, darunter neben den Fachärztinnen und -ärzten auch rund 3100 Weiterbildungsassistenten, die sich bereits für die Neurologie entschieden haben. Seit Jahren ist die Neurologie in Deutschland das am stärksten wachsende Fach in der Medizin, mit einem kontinuierlichen Zuwachs von jährlich rund sechs Prozent. Allein im vergangenen Jahr legten 541 Kollegen erfolgreich ihre Facharztprüfung ab, so viele wie nie zuvor. „Die Zahlen zeigen, dass unser Fachgebiet für den medizinischen Nachwuchs sehr attraktiv ist“, so Gereon Fink. Dabei ist besonders erfreulich, dass es den jungen Medizinern um die Sache, nicht ums Geld geht: Neurologen liegen in der Liste der Gesamthonorare gemäß den Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung lediglich auf Platz elf.
Wie in den vergangenen Jahren war die DMG selbstverständlich auch auf dieser großen wissenschaftlichen Veranstaltung mit ihrem knallroten Stand vertreten. Neben zwei Mitarbeiterinnen aus der Bremer Geschäftsstelle, Edith Helfers und Simone Westerhoff, waren auch unser Vorsitzender, Hans Rohn, die 1. stellvertretende Vorsitzende, Claudia Schlemminger, und die DMG-Koordinatorin für Zertifizierungen, Dr. Bettina Schubert, nach Berlin gereist, um Kontakte zu knüpfen und viele Mitglieder des Ärztlichen Beirates der DMG zu treffen, von denen einige auch Vorträge zur Myasthenie hielten.

 

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